Das große WIE!

… Des Öfteren bekomme ich von euch die Fragen gestellt,

WIE ich mir den diese Reise finanziere?

WIE  habe ich das Geschafft?

WIE mache ich das mit dem Beruf?

WIE ermöglicht man sich solche Träume?

Und Und Und…

Nun, ich dachte es wird wohl langsam an der Zeit über dieses Thema einen Blogpost zu schreiben. Ich kann verstehen wie einige sich vielleicht momentan fühlen, wenn so eine große Reise bevorsteht oder eine in Planung ist. Man wird mit sehr viel Organisation, Stress und Ängsten konfrontiert. Vor allem ist die eine große Frage wie finanziere ich mir so eine Reise? Somit kommen wir zum ersten Punkt.

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Schritt für Schritt an die 1900 Höhenmeter….

Und da steht ihr, vor einem riesigem Wasserfall oder in diesem Fall einem riesigem Berg. Bei jedem Schritt den ihr diesem näher kommt freut ihr euch endlich dort zu sein. Jede Stufe, die ihr besteigt, zeigt euere Willensstärke und Lust mehr zu erleben. Ihr werdet ehrgeizig obwohl es sicherlich auch Rückschläge geben wird.  Rückschläge, die euch an euch zweifeln lassen. Ihr fragt euch ob ihr gerade das Richtige tut, ob ihr den nächsten Schritt überhaupt noch schafft. Tausend Gedanken rasen durch euren Kopf, aber nur ein Einziger brennt sich ein: „Wie weit muss ich noch gehen – ich will es unbedingt schaffen!” Wie oft habe ich diesen Satz in meinem Kopf bei dem Ben Lomond Track gehört… Zu oft! Und zu oft wollte ich aufgeben! Nicht nur dass meine Kondition fast total versagt hat, nein meine Füße wollten mich einfach keinen Meter weiter tragen. Schritt für Schritt wollten meine Füße nicht mehr das tuen was ich von ihnen verlangte. Ich wollte nur noch aufgeben und alles hinschmeißen. Bei etwa drei Viertel der gesamten Strecke wollte ich wirklich aufgeben. Ja ich. Selbst ich wollte aufgeben! Unvorstellbar oder? Nein, es ist ganz und gar nicht unvorstellbar! So einen Hike stellen sich jetzt Viele vielleicht ganz einfach vor. Vor allem diejenigen, die selbst noch nie wandern waren – Ich war in meinem ganzem Leben vor Neuseeland auch noch nie wandern – Mein tägliches Gym-Training war meine Fitness. Und hier? Ich bin wie ein schnaufendes Walross, das hoffnungslos gestrandet ist. Aufgrund meines Trainings dachte ich immer ich wäre fit genug oder hätte wenigstens eine gewisse “Grundfitness”. Pustekuchen! – Es sind definitiv zwei verschiedene Sachen, die miteinander rein gar nichts am Hut haben!! Ich war selbst erstaunt wie meine Willensstärke hier bis auf das Äußerste gereizt wurde. Jeder von uns wird in alltäglichen Situation aufs neue geprüft und herausgefordert, doch wisst ihr was das Bemerkenswerte an der Sache ist? Egal wie stark ein Rückschlag ist – bisher haben wir es alle überlebt oder uns sogar überwunden etwas neues auszuprobieren um es trotzdem zu schaffen. Egal wie hoch ein Berg erscheint, egal wie Schwer euch eine Aufgabe erscheinen mag ihr könnt jeden Berg erklimmen und jede Aufgabe meistern, es spielt keine Rolle ob euch dies  langsam oder schnell gelingt…Aber ich bin mir sicher es wird euch gelingen!

Zweifelt nicht an euch, denn ihr seid stärker als die Leute es euch ansehen!

Ein farbenfrohes Spektakel am Arthurs Pass….

Umgeben von Natur pur. Man kann es sich gar nicht vorstellen bzw. damals konnte ich es mir nicht zu Hause vorstellen. Diese ganze Landschaft – ein farbenfrohes und immer wechselndes Spektakel. Es raubt einen den Atem. Mal denkst du, du fährst durch Österreich, mal durch die Türkei, mal durch Italien, dann durch die Schweiz, um am Ende irgendwo an Fjorden wie in Norwegen zu enden. Jedes Szenario löst unterschiedliche Gefühle in mir aus. Überzeugt euch selber von dieser atemberaubenden Landschaft. Auch wird man Zeuge von ganz ungewöhnlichen Aktionen. Aber überzeugt euch selbst.


Arthurs Pass | Devil punchbowl  Track | Tempel Basin Track 07122016

Innere Ruhe im Abel Tasman Park

Alles fing mit dem Abel Tasman National Park, hier in Neuseeland an. Ein Dutch Landsmann, der eigentlich Australien suchte aber Neuseeland dafür fand. Zwar legte er nie am Land an, doch paar Jahrhundert Jahre später und einige Anträge damit der Park geschützt ist – war ich da. Ein gigantischer Park mit einem 60km Walk durch ihn hindurch. Kaum vorstellbar, aber dennoch möglich. Leider war dieser Walk uns dreien verwehrt, durch Überbuchung und wir überlegten uns eine Alternative. Wir kombinierten das Wassertaxi mit Wandern an einem Point des National Parks. Ihr sitzt also in diesem Wassertaxi, überall dieses blau türkis schillernde Meer, eine atemberaubender goldener Sandstrand,Bäume von einem satten Grün, der Hauch einer Meeres Brise und ihr kommt euch im totalen Paradise vor . Dieser Geruch, von Salz und Meer kennt ihr bestimmt, wenn ihr selber am Meer wart. Ich verbinde diesen Geruch immer mit Entspannung und genau das war auch das Gefühl, was sich auf dieser 3-stündigen Bootsfahrt und dem zwei stündigen Walk in mir ausbreitete. Völlige innere Ruhe. Ein Moment, den man selber festhält und für sich genießt. Ich weiß gar nicht, wann es angefangen hat diese völlige innere Ruhe. Wahrscheinlich kam sie schleichend hier in Neuseeland, denn in Deutschland verspürte ich diese Ruhe niemals. Ich war immer unter Strom und ich merkte in meinen Alltag, dass mir einfach in meinen Leben was fehlte. Mir fehlte meine innere Ruhe, meine Ausgeglichenheit und vor allem das Gefühl angekommen zu sein. Ich glaube, viele von uns sind in ihrem Alltag gefangen und jagen Gespenstern von Träumen hinter, weil es von der Gesellschaft so vorgelebt wird. Aber sind wir zufrieden mit unserem Job den wir gerade machen, oder mit dem Freundeskreis den wir haben? Veränderungen bedeuten Risiko und viele gehen dieses Weg nicht aus Angst vieles verlieren zu können. Am Ende verlieren wir leider uns selbst.

Würdest du also das Risiko eingehen, etwas Neues auszuprobieren auch wenn es beutetet vielleicht alles zu verlieren um selber glücklich zu sein? 

 

Abel Tasman National Park / Bark Bay 05012017