Hawaii – das teuere Paradise

… Da ist man im kalten Deutschland und fängt an sich in die Ferne und vor allem in wärmere Länder zu träumen. Wer Instagram hat, weiß was ich meine. Wir scrollen durch unseren Insta-Feed, folgen Leuten aus verschiedenen Ländern und wollen vielleicht sogar das Selbe erleben wie sie. So ging es mir auf jeden Fall. Ich träumte mich immer nach Neuseeland oder auch nach Hawaii. Hawaii war für mich DAS Urlaubsziel, was ich immer schon mal bereisen wollte von den United States of America. Für mich war es nicht nur attraktiv wegen der Serie Hawaii Five-O , den wundervollen weißen Sandstränden oder den Schwarzen, dem Surfen, den absolut geilen Früchten und Acai Bowl’s sondern auch wegen der Lockerheit, die man auf solchen Instagram Bildern sieht. Ich wurde leider eines besseren belehrt…

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Schritt für Schritt an die 1900 Höhenmeter….

Und da steht ihr, vor einem riesigem Wasserfall oder in diesem Fall einem riesigem Berg. Bei jedem Schritt den ihr diesem näher kommt freut ihr euch endlich dort zu sein. Jede Stufe, die ihr besteigt, zeigt euere Willensstärke und Lust mehr zu erleben. Ihr werdet ehrgeizig obwohl es sicherlich auch Rückschläge geben wird.  Rückschläge, die euch an euch zweifeln lassen. Ihr fragt euch ob ihr gerade das Richtige tut, ob ihr den nächsten Schritt überhaupt noch schafft. Tausend Gedanken rasen durch euren Kopf, aber nur ein Einziger brennt sich ein: „Wie weit muss ich noch gehen – ich will es unbedingt schaffen!” Wie oft habe ich diesen Satz in meinem Kopf bei dem Ben Lomond Track gehört… Zu oft! Und zu oft wollte ich aufgeben! Nicht nur dass meine Kondition fast total versagt hat, nein meine Füße wollten mich einfach keinen Meter weiter tragen. Schritt für Schritt wollten meine Füße nicht mehr das tuen was ich von ihnen verlangte. Ich wollte nur noch aufgeben und alles hinschmeißen. Bei etwa drei Viertel der gesamten Strecke wollte ich wirklich aufgeben. Ja ich. Selbst ich wollte aufgeben! Unvorstellbar oder? Nein, es ist ganz und gar nicht unvorstellbar! So einen Hike stellen sich jetzt Viele vielleicht ganz einfach vor. Vor allem diejenigen, die selbst noch nie wandern waren – Ich war in meinem ganzem Leben vor Neuseeland auch noch nie wandern – Mein tägliches Gym-Training war meine Fitness. Und hier? Ich bin wie ein schnaufendes Walross, das hoffnungslos gestrandet ist. Aufgrund meines Trainings dachte ich immer ich wäre fit genug oder hätte wenigstens eine gewisse “Grundfitness”. Pustekuchen! – Es sind definitiv zwei verschiedene Sachen, die miteinander rein gar nichts am Hut haben!! Ich war selbst erstaunt wie meine Willensstärke hier bis auf das Äußerste gereizt wurde. Jeder von uns wird in alltäglichen Situation aufs neue geprüft und herausgefordert, doch wisst ihr was das Bemerkenswerte an der Sache ist? Egal wie stark ein Rückschlag ist – bisher haben wir es alle überlebt oder uns sogar überwunden etwas neues auszuprobieren um es trotzdem zu schaffen. Egal wie hoch ein Berg erscheint, egal wie Schwer euch eine Aufgabe erscheinen mag ihr könnt jeden Berg erklimmen und jede Aufgabe meistern, es spielt keine Rolle ob euch dies  langsam oder schnell gelingt…Aber ich bin mir sicher es wird euch gelingen!

Zweifelt nicht an euch, denn ihr seid stärker als die Leute es euch ansehen!

Ein Sprung ins Ungewisse…

Der Atem beschleunigt sich, dein Herzschlag fängt an zum Rasen und du selber siehst einen Abgrund vor dir. Genau das passiert wenn du kurz vor einem Bungee Sprung stehst. Ja ich glaub ich war noch nie so aufgeregt, wie vor diesem Sprung. Mein Herz raste eigentlich schon 10 Minuten vorher im Auto, bevor wir überhaupt beim Bungee ankamen. Zu erklären ist das wahrscheinlich nicht, aber ich glaube durch das Springen ins Ungewisse versetzt es uns in Panik. Erst recht wenn man ein wenig Höhenangst hat oder Respekt vor größeren Höhen. Ich konnte mir in Deutschland nie vorstellen, dass ich da mal einen Bungeesprung wagen würde. Mir fallen da tausend Ausreden ein, warum ich es nicht machen sollte oder auch ein Aspekt war, dass es in meinen Freundeskreis nie jemand so richtig scharf darauf war. Was somit also auch ein Grund war mit dem Neuanfang in Neuseeland wirklich einfach jede verrückte Aktivität zu machen, wenn es das Geld erlaubt. Also nun stand ich da im Bungy Center und schaute mir auf einer Leinwand, die Sprünge an die gerade draußen vor sich gingen. Alleine wollte ich definitiv nicht springen und versuchte somit die Anderen dazu zu motivieren. Am Schluss waren wir dann zwar nur zu zweit, die es wagten. Wir gingen auf den Check-in Schalter zu und wollten uns anmelden. Leider wurde uns erstmal der Wind gehörig aus den Segeln genommen. Sie waren komplett ausgebucht und genau in dem Moment wo wir uns schon ziemlich enttäuscht abwendeten geschah das Wunder. Es wurden zwei Plätze frei für den Sprung, die in einer halben Stunden schon stattfinden sollten. Innerlich jubelte ich, kaum zu glauben eigentlich weil kurz davor war ich komplett zerstreut und hatte Herzrasen. Ich glaub das schlimmste eigentlich an diesem Bungee Jump war nicht der Sprung selber sondern die Warterei davor. Da steigt eigentlich die Nervosität erst richtig an. Du stehst auf dieser Brücke mit anderen Mitstreitern und wirst langsam auf den Sprung vorbereitet. Erst wird dir das ganze Geschirr um deine Hüfte und Beine gelegt, danach sitzt du da und ein Mitarbeiter befestigt die ganzen Karabiner Hacken an deinem Geschirr. Muss sagen, die Jungs da haben meine Nervosität ziemlich gut abklingen lassen. Ohne die wäre ich verloren gewesen. Ihr hört Musik im Hintergrund, die Lachen der Mitarbeiter und werdet ein wenig ruhiger. Und dann geht es endlich los. Ihr müsst bis zum Abgrund watscheln. Ein Pinguin wäre in diesem Moment nicht gegen mich gewesen. Ein Lächeln in die Frontkamera und ein Daumenhoch in die Seitenkamera und dann geht es los. 3 …. 2 …. 1…. Ihr springt. Als ob ihr nie was anderes gemacht hättet. Ein Hochgefühl von absoluter Freiheit. Freiheit leider aber nur für die ersten Sekunden bis ihr auf das Wasser unter euch zu rast und euer Herz einen Aussetzer macht. Euer innere Stimme schreit förmlich: “Was machst du da eigentlich?”. “Bist du wahnsinnig!”. Ich glaube ich hab noch nie so viel Angst – gemischt mit Freunde empfunden, als das Bungee noch paarmal hochschwank. Ein atemstockendes aber durchaus freudvolles Erleben und das Positive ist man kommt sich unbesiegbar vor. Vor allem man lacht seiner Angst mittlerweile förmlich ins Gesicht. Der Adrenalin Kick war es definitiv Wert und auch im Anschluss – ich würde es definitiv nochmal machen.

Diesmal vielleicht von einer noch Höheren Brücke?


Kawarau Bridge Bungy | 43m | 13012017

Die Vorfreude auf das Große

Jeder kennt es, das Gefühl von Vorfreude. Vor dem Vehicle Check-in bei der Bluebridge Ferry anstehen und sich wie ein Kind freuen. In paar Minuten geht es endlich los, das Abenteuer in Richtung Südinsel von Neuseeland. Kann es kaum fassen, nach den zwei Monaten hier auf der Nordinsel, die schon sehr Natura war geht es jetzt auf die Südinsel. Ich weiß noch die Zeit zu Hause, wo ich nicht mal freiwillig wandern gehen wollte. Immer wenn mich meine Eltern dazu aufgefordert haben,nur spazieren zu gehen, hieß es: „Ich habe was besseres vor.“ Um ehrlich zu sein, ich hatte nie was besseres vor. Aber klar natürlich Netflix & Chill – unsere Generation, wer kennt es nicht? Wir verlieren uns in der Serienwelt und sei es nur in unserer Freizeit. Kaum fangen wir eine an, werden wir zu kleinen Junkies, die alle Folgen im Nu verschlingen. Hier, in einem Land wo es nicht immer WLAN gibt und wenn, JA ich bin Spark Kunde und ich kann jeden Tag 1 GB Wifi vor Free an Spark Boxen haben, juckt mich die diese Netflix Welt einfach nicht mehr. Hier und jetzt spielt eine Rolle. Komisches Gefühl zu wissen, was sich einfach nicht alles auf kurzer Zeit so verändert. Mittlerweile bemerke ich kleine Veränderungen an mir, an meiner Persönlichkeit und an meinen Gewohnheiten, die sehr schleichend kamen. Nicht nur das ich mittlerweile wandern liebe, nein ich liebe es mittlerweile in der Natur zu sein. Egal bei welchen Wetter. Es beruhigt mich. Umso mehr steigt diese Vorfreude mit jeder Seemeile, die wir gerade mit der Fähre zurücklegen. Das Gefühl von Freiheit. Sich in sein Auto sitzen zu können, einige Meilen zu fahren, um dann einfach irgendwo anzuhalten und den Moment mit einem wunderbaren Ausblick zu genießen.  Und hier auf der Südinsel soll es nur von diesen Momenten wimmeln. Diese Insel soll noch viel schöner sein als die Nordinsel. Kaum vorstellbar aber trotzdem möglich, wenn man all die Fotos in den Reiseführern oder Instagram sieht. Auf was ich mich am meisten Freue?

Natürlich auf das aufwachen in der Früh und den Blick einer atemberaubenden Landschaft.

Sollten wir nicht alle solch Momente im Leben jeden Tag genießen können? 


Picton 01012017

1st Surflesson

English below


Wie versprochen ein Blogpost über unsere erste Surflesson in Tauranga. Die Surflesson hat uns 75 NZD$ gekostet inklusive Surfboard, Wetsuit und Anfängerstunde. Insgesamt waren wir ca. 8 Leute, die das erste Mal versuchten wollten zu surfen. Es bleibt leider auch nur beim Versuchen. Ich muss sagen, ich dachte wirklich ich würde besser sein, durch 15 Jahre Snowboarden. Pustekuchen! Es ist echt viel schwieriger als gedacht. Nicht nur dass das Aufstehen nicht so gut geklappt hat, auch das Stehen bleiben auf dem Board ist eine Kunst für sich. Nachdem man auch noch paar Boards von den anderen geschlagen kriegt, ist man nach einiger Zeit vom paddeln sehr demoliert. Für mich heißt es jetzt practise practise practise.

Aber das war noch nicht das ganze Highlight. Leider bzw. eigentlich bin ich nur froh das es meine Handballen getroffen hat, wurde ich von einer Qualle vergiftet. Ich muss sagen ich bin ziemlich froh einen langen Wetsuit angehabt zu haben, da es sicherlich mehr als nur meine Handballen getroffen hätte. Ich muss sagen es brennt definitiv wie die Hölle und mit dem darauf pinkeln, naja bin ich erstmal nicht gekommen. Mal schauen wie es sich weiterentwickelt. Das tut trotzdem nichts zur Sache, ich habe Blut geleckt und surfen wird mein neues Hobby.


As promised a blog post about our first Surflesson in Tauranga. The Surflesson cost us 75 NZD $ including Surfboard, Wetsuit and a beginner lesson with a instructor. Overall, we were about 8 people who wanted to try the first time to surf. Unfortunately only trying. I must say I really thought I’d be better off by 15 years of snowboarding. Hahaha! It is really much more difficult than imagined. Not only that the standing up has not worked so well, even standing on the board is an art in itself. After a few beaten by boards of others, you are very demolished after some time of paddling. For me it is called now practice practice practice.

But that was not the whole highlight yet. Unfortunately, or actually I’m just glad it has hit my hand, I was poisoned by a jellyfish. I have to say I’m quite happy to have had a long wetsuit on as it would certainly have hit more than my handball. I have to say it definitely burns like hell and forgot to pee on it. Let’s see how it evolves. That still does not matter, I have licked blood and surfing will be my new hobby after all.