Reisesatt…

Eigentlich muss ich sagen gefällt mir das Wort “Reisesatt” überhaupt nicht, nur leider trifft es auf meine gegenwärtige Situation sehr zu. Nach 9 Monaten mit 6 bereisten Ländern, 3 Kontinenten, 9 Inseln und 14 Flügen die ich seitdem von Zuhause weg und am Backpacking machen bin, muss ich mir selber eingestehen das ich dieses Wort sehr erfülle. Wieso, weshalb, warum werde ich versuchen euch hier zu erklären.

Continue reading “Reisesatt…”

Hawaii – das teuere Paradise

… Da ist man im kalten Deutschland und fängt an sich in die Ferne und vor allem in wärmere Länder zu träumen. Wer Instagram hat, weiß was ich meine. Wir scrollen durch unseren Insta-Feed, folgen Leuten aus verschiedenen Ländern und wollen vielleicht sogar das Selbe erleben wie sie. So ging es mir auf jeden Fall. Ich träumte mich immer nach Neuseeland oder auch nach Hawaii. Hawaii war für mich DAS Urlaubsziel, was ich immer schon mal bereisen wollte von den United States of America. Für mich war es nicht nur attraktiv wegen der Serie Hawaii Five-O , den wundervollen weißen Sandstränden oder den Schwarzen, dem Surfen, den absolut geilen Früchten und Acai Bowl’s sondern auch wegen der Lockerheit, die man auf solchen Instagram Bildern sieht. Ich wurde leider eines besseren belehrt…

Continue reading “Hawaii – das teuere Paradise”

Machmal werden aus Freunden Fremde und aus Fremde Freunde.

“Die Frauen Rohans haben gelernt, dass jene ohne Schwerter trotzdem durch ein Schwert sterben können. Ich fürchte weder Tod noch Schmerz ”

Was fürchtet ihr dann Herrin?”

“Einen Käfig. Hinter Gittern zu bleiben bis Gewohnheit und hohes Alter sich damit abfinden und alle Aussichten große Taten zu vollbringen unwiderruflich dahin sind.”

“Ihr seid eine Tochter von Königen, eine Schildmaid Rohans. Ich glaube nicht, dass dies euer Schicksal sein wird.”

– Aragorn & Eowyn

Continue reading “Machmal werden aus Freunden Fremde und aus Fremde Freunde.”

Leichtigkeit im Hinfallen – Stärke im Aufstehen

Das Abenteuer ging wieder weiter bei uns. Diesmal sollten wir alle an unsere Grenzen stoßen. Nicht nur physisch sondern auch mental. Wer Stand up paddeling (kurz SUP) schon mal gemacht hat, weiß das es nicht so einfach ist, wie es aussieht. Vor allem aber ist es nicht einfach das in einem offenen Meer bei Wind zu bewältigen. Du sitzt also auf deinem Board – genießt die völlige Freiheit, merkst jede Welle unter dir. Jede Bewegung des Oceans wird zu deiner eigenen – ihr verschmelzt. Dein Surfboard und du werdet zu einem Ganzen. Aber vor allem spürst du eine Leichtigkeit, die sich in dir ausbreitet. Und dann – dieser eine Moment, wo du dich dazu entschließt im Wellengang aufzustehen um zu paddeln. Ihr paddelt in völliger Leichtheit. Und kommt doch mal eine Welle, die euch herausfordert, kämpft ihr, auch wenn es bedeutet runterzufallen um wieder aufzustehen. Wir begegnen solchen Situation im Alltage ziemlich oft. Natürlich nicht auf einer Welle im Meer, aber in unserem Privatleben, in der Arbeit oder irgendwo anders. Es gibt immer Situationen, die uns an den Boden und vor allem an unsere Grenzen bringen werden, dennoch stehen wir auf. Wir werden oft durch einfache Dinge verletzt oder enttäuscht – letztendlich haben wir es dennoch alle überlebt. Mit der ein oder anderen Narbe, die unsere eigene Geschichte erzählt. Jede Geschichte ist ein wertvoller Teil von uns, somit ist auch die Erfahrung zu dieser Geschichte ein Prozess. Es ist leicht hinzufallen, aber es ist die innere Stärke in uns, die uns wieder aufstehen lässt.

Kennst du das Gefühl für eine wichtige Sache gekämpft zu haben? Kämpfst du dafür wieder aufzustehen?


Golden Bay, Tata Beach 06122017

Die Vorfreude auf das Große

Jeder kennt es, das Gefühl von Vorfreude. Vor dem Vehicle Check-in bei der Bluebridge Ferry anstehen und sich wie ein Kind freuen. In paar Minuten geht es endlich los, das Abenteuer in Richtung Südinsel von Neuseeland. Kann es kaum fassen, nach den zwei Monaten hier auf der Nordinsel, die schon sehr Natura war geht es jetzt auf die Südinsel. Ich weiß noch die Zeit zu Hause, wo ich nicht mal freiwillig wandern gehen wollte. Immer wenn mich meine Eltern dazu aufgefordert haben,nur spazieren zu gehen, hieß es: „Ich habe was besseres vor.“ Um ehrlich zu sein, ich hatte nie was besseres vor. Aber klar natürlich Netflix & Chill – unsere Generation, wer kennt es nicht? Wir verlieren uns in der Serienwelt und sei es nur in unserer Freizeit. Kaum fangen wir eine an, werden wir zu kleinen Junkies, die alle Folgen im Nu verschlingen. Hier, in einem Land wo es nicht immer WLAN gibt und wenn, JA ich bin Spark Kunde und ich kann jeden Tag 1 GB Wifi vor Free an Spark Boxen haben, juckt mich die diese Netflix Welt einfach nicht mehr. Hier und jetzt spielt eine Rolle. Komisches Gefühl zu wissen, was sich einfach nicht alles auf kurzer Zeit so verändert. Mittlerweile bemerke ich kleine Veränderungen an mir, an meiner Persönlichkeit und an meinen Gewohnheiten, die sehr schleichend kamen. Nicht nur das ich mittlerweile wandern liebe, nein ich liebe es mittlerweile in der Natur zu sein. Egal bei welchen Wetter. Es beruhigt mich. Umso mehr steigt diese Vorfreude mit jeder Seemeile, die wir gerade mit der Fähre zurücklegen. Das Gefühl von Freiheit. Sich in sein Auto sitzen zu können, einige Meilen zu fahren, um dann einfach irgendwo anzuhalten und den Moment mit einem wunderbaren Ausblick zu genießen.  Und hier auf der Südinsel soll es nur von diesen Momenten wimmeln. Diese Insel soll noch viel schöner sein als die Nordinsel. Kaum vorstellbar aber trotzdem möglich, wenn man all die Fotos in den Reiseführern oder Instagram sieht. Auf was ich mich am meisten Freue?

Natürlich auf das aufwachen in der Früh und den Blick einer atemberaubenden Landschaft.

Sollten wir nicht alle solch Momente im Leben jeden Tag genießen können? 


Picton 01012017