Türkises Wasser, Kokosnüsse & viele paradiesische Tage

Bula!

Bula – bedeutet hier auf Fiji natürlich Hallo. Kaum vorzustellen, das ich gerade hier in Fiji 2 1/2 Wochen verbracht habe. Da entflieht man schon den einen Sommer in Neuseeland und schwups findet man sich 3 Stunden weiter entfernt nochmal in einem anderen Paradies wieder. Es überwältigt einen total, da man ja eigentlich ja meisten nur von Fiji im Zusammenhang von Flitterwochen spricht, oder wie alle Backpacker aus Australien & Neuseeland einen kleinen Abstecher ins Paradise macht.

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Man reist ja nicht um anzukommen, sondern um zu reisen.

Das ist das Angenehme auf Reisen, dass auch das Gewöhnliche durch Neuheit und Überraschung das Ansehen eines Abenteuers gewinnt.

Und nun sitze ich da, vier Monate später, am Flughafen in Auckland bevor es für mich gleich in Richtung Fiji geht. Ich erinnere mich an den Moment als ob es gestern gewesen wäre. Als ich am Münchner Flughafen mit meiner besten Freundin und meinen Eltern stand. Kaum zu glauben, dass die Zeit mittlerweile schon so vergangen ist. Gerade zu realisieren, dass meine Reise hier zu Ende geht. Nach 13.000km mit meinen geliebten Auto BOB und mit vielen Bekanntschaften. Mit Einigen, die mit dir ein tieferes und ernstes Gespräche führen, andere wiederum die mit dir jeden Unsinn machen. Auch die Abschiede gehören wohl dazu, die man mit einem lächelnden oder weinenden Auge rückblickend betrachtet. Was ich hier aber gelernt habe?

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Milford Sound…

Was habe ich schon vieles vom Milford Sound gehört. Es ist der Spot in Neuseeland auf der Südinsel, der als atemberaubend gilt. Was ihn so wahnsinnig attraktiv macht? Ich glaube wer die Fjord Lande kennt von anderen Ländern, kann sich in etwa vorstellen was ihn im Milford Sound so begegnet. Da Milford Sound nur durch eine Straße erreichbar ist, und diese von Queenstown fast vier Stunden geht, buchten wir uns einen Shuttelbus von Te Anau. Wir fuhren gemeinsam vor Sonnenaufgang, die zwei Stunden Richtung Milford Sound. Ein Stop auf dieser herrlichen Strecke waren definitiv die Mirror Lakes, auf deutsch Spiegel See, der bei windstillem Wetter alles widerspiegelt was im Hintergrund vor sich geht. Es ist immer wieder verblüffend wie einzigartig die Natur eigentlich ist und man diese auch ab und zu beobachten kann.  An einem Punkt kommt ihr durch einen Tunnel, durch die Berge, der von Local Kiwis selbst erbaut wurde. Natürlich mit Schaufeln. Eine einzigartige Leistung, wenn man bedenkt, wie bei uns in Deutschland oder Umgebung, die Tunnelsysteme gebaut werden.

Leider war unser Tag einer der 200 Regentage, die man im Milford Sound vorfindet. Was uns trotzdem aber nicht davon abbrachte mit dem Boot rauszufahren um alles zu erkunden. Natürlich bei Wind und Regen, gestaltet es sich ziemlich schwierig alles klar und deutlich zu sehen, aber eins muss man dem Wetter lassen. Durch den Regen wirkte alles ein wenig mysteriös, unheimlich und man hatte das Gefühl in einem geheimen Paradise zu sein. Kann aber auch meine gute Fantasie sein, die hier wieder zum Vorschein kommt.


Headed out before dawn for the two hour drive along the one and only road to Milford Sound. One stop before the Sound are the Mirror Lakes. It’s amazing how clear a water can be, for reflecting the mountains in the background. We haven’t so much luck with the reflection but it was totally great. At one point you go through the mountains in a tunnel dug out by Kiwi men with shovels.

 

As everyone tells you Milford is very special – we went on a cruise along the sound to the sea and saw that stunning view. It was one of the 200 days the it rains but it was still great. It was a little bit of something mysteriously in the air with the fog. One of my favourite spots here on the south island.

 

Schritt für Schritt an die 1900 Höhenmeter….

Und da steht ihr, vor einem riesigem Wasserfall oder in diesem Fall einem riesigem Berg. Bei jedem Schritt den ihr diesem näher kommt freut ihr euch endlich dort zu sein. Jede Stufe, die ihr besteigt, zeigt euere Willensstärke und Lust mehr zu erleben. Ihr werdet ehrgeizig obwohl es sicherlich auch Rückschläge geben wird.  Rückschläge, die euch an euch zweifeln lassen. Ihr fragt euch ob ihr gerade das Richtige tut, ob ihr den nächsten Schritt überhaupt noch schafft. Tausend Gedanken rasen durch euren Kopf, aber nur ein Einziger brennt sich ein: „Wie weit muss ich noch gehen – ich will es unbedingt schaffen!” Wie oft habe ich diesen Satz in meinem Kopf bei dem Ben Lomond Track gehört… Zu oft! Und zu oft wollte ich aufgeben! Nicht nur dass meine Kondition fast total versagt hat, nein meine Füße wollten mich einfach keinen Meter weiter tragen. Schritt für Schritt wollten meine Füße nicht mehr das tuen was ich von ihnen verlangte. Ich wollte nur noch aufgeben und alles hinschmeißen. Bei etwa drei Viertel der gesamten Strecke wollte ich wirklich aufgeben. Ja ich. Selbst ich wollte aufgeben! Unvorstellbar oder? Nein, es ist ganz und gar nicht unvorstellbar! So einen Hike stellen sich jetzt Viele vielleicht ganz einfach vor. Vor allem diejenigen, die selbst noch nie wandern waren – Ich war in meinem ganzem Leben vor Neuseeland auch noch nie wandern – Mein tägliches Gym-Training war meine Fitness. Und hier? Ich bin wie ein schnaufendes Walross, das hoffnungslos gestrandet ist. Aufgrund meines Trainings dachte ich immer ich wäre fit genug oder hätte wenigstens eine gewisse “Grundfitness”. Pustekuchen! – Es sind definitiv zwei verschiedene Sachen, die miteinander rein gar nichts am Hut haben!! Ich war selbst erstaunt wie meine Willensstärke hier bis auf das Äußerste gereizt wurde. Jeder von uns wird in alltäglichen Situation aufs neue geprüft und herausgefordert, doch wisst ihr was das Bemerkenswerte an der Sache ist? Egal wie stark ein Rückschlag ist – bisher haben wir es alle überlebt oder uns sogar überwunden etwas neues auszuprobieren um es trotzdem zu schaffen. Egal wie hoch ein Berg erscheint, egal wie Schwer euch eine Aufgabe erscheinen mag ihr könnt jeden Berg erklimmen und jede Aufgabe meistern, es spielt keine Rolle ob euch dies  langsam oder schnell gelingt…Aber ich bin mir sicher es wird euch gelingen!

Zweifelt nicht an euch, denn ihr seid stärker als die Leute es euch ansehen!

Ein Sprung ins Ungewisse…

Der Atem beschleunigt sich, dein Herzschlag fängt an zum Rasen und du selber siehst einen Abgrund vor dir. Genau das passiert wenn du kurz vor einem Bungee Sprung stehst. Ja ich glaub ich war noch nie so aufgeregt, wie vor diesem Sprung. Mein Herz raste eigentlich schon 10 Minuten vorher im Auto, bevor wir überhaupt beim Bungee ankamen. Zu erklären ist das wahrscheinlich nicht, aber ich glaube durch das Springen ins Ungewisse versetzt es uns in Panik. Erst recht wenn man ein wenig Höhenangst hat oder Respekt vor größeren Höhen. Ich konnte mir in Deutschland nie vorstellen, dass ich da mal einen Bungeesprung wagen würde. Mir fallen da tausend Ausreden ein, warum ich es nicht machen sollte oder auch ein Aspekt war, dass es in meinen Freundeskreis nie jemand so richtig scharf darauf war. Was somit also auch ein Grund war mit dem Neuanfang in Neuseeland wirklich einfach jede verrückte Aktivität zu machen, wenn es das Geld erlaubt. Also nun stand ich da im Bungy Center und schaute mir auf einer Leinwand, die Sprünge an die gerade draußen vor sich gingen. Alleine wollte ich definitiv nicht springen und versuchte somit die Anderen dazu zu motivieren. Am Schluss waren wir dann zwar nur zu zweit, die es wagten. Wir gingen auf den Check-in Schalter zu und wollten uns anmelden. Leider wurde uns erstmal der Wind gehörig aus den Segeln genommen. Sie waren komplett ausgebucht und genau in dem Moment wo wir uns schon ziemlich enttäuscht abwendeten geschah das Wunder. Es wurden zwei Plätze frei für den Sprung, die in einer halben Stunden schon stattfinden sollten. Innerlich jubelte ich, kaum zu glauben eigentlich weil kurz davor war ich komplett zerstreut und hatte Herzrasen. Ich glaub das schlimmste eigentlich an diesem Bungee Jump war nicht der Sprung selber sondern die Warterei davor. Da steigt eigentlich die Nervosität erst richtig an. Du stehst auf dieser Brücke mit anderen Mitstreitern und wirst langsam auf den Sprung vorbereitet. Erst wird dir das ganze Geschirr um deine Hüfte und Beine gelegt, danach sitzt du da und ein Mitarbeiter befestigt die ganzen Karabiner Hacken an deinem Geschirr. Muss sagen, die Jungs da haben meine Nervosität ziemlich gut abklingen lassen. Ohne die wäre ich verloren gewesen. Ihr hört Musik im Hintergrund, die Lachen der Mitarbeiter und werdet ein wenig ruhiger. Und dann geht es endlich los. Ihr müsst bis zum Abgrund watscheln. Ein Pinguin wäre in diesem Moment nicht gegen mich gewesen. Ein Lächeln in die Frontkamera und ein Daumenhoch in die Seitenkamera und dann geht es los. 3 …. 2 …. 1…. Ihr springt. Als ob ihr nie was anderes gemacht hättet. Ein Hochgefühl von absoluter Freiheit. Freiheit leider aber nur für die ersten Sekunden bis ihr auf das Wasser unter euch zu rast und euer Herz einen Aussetzer macht. Euer innere Stimme schreit förmlich: “Was machst du da eigentlich?”. “Bist du wahnsinnig!”. Ich glaube ich hab noch nie so viel Angst – gemischt mit Freunde empfunden, als das Bungee noch paarmal hochschwank. Ein atemstockendes aber durchaus freudvolles Erleben und das Positive ist man kommt sich unbesiegbar vor. Vor allem man lacht seiner Angst mittlerweile förmlich ins Gesicht. Der Adrenalin Kick war es definitiv Wert und auch im Anschluss – ich würde es definitiv nochmal machen.

Diesmal vielleicht von einer noch Höheren Brücke?


Kawarau Bridge Bungy | 43m | 13012017