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I hope that you understand
that no one can be you but you.
That no one can know your Path,
only you can travel upon it.

It is your task
to find your Path.
If you’ve ever found your Path,
you ought to follow it evermore.

Wie fängt man an etwas zu erklären was man selbst eigentlich nicht so ganz versteht? Kurz und Schmerzlos – ich war die letzten Monate in einer “schwierigen” Reise-/Fernweh Depression. Ich setze das schwierig extra mal in Klammern, weil es nicht wirklich etwas schlechtes war. Aber ich fang lieber wohl von vorne an. Wie ihr ja wisst, war ich letztes Jahr für neun Monate im Ausland. Neun Monate sind ja nicht die Welt und was kann ich mir da drauf schon groß einbilden. Natürlich nichts, aber ich hab diesen Weg gewählt und es war die beste Entscheidung meines Lebens. Diese Reise hat mich verändert und hat mich zu den Menschen gemacht – der ich jetzt bin. Ich werde in den nächsten Jahren an mir sicherlich noch mehr wachsen und vor Entscheidung stehen, die mir nicht so wohl gesonnen sind oder mich vor neue Herausforderungen stellen werden. Aber das sind andere Themen.

Diese Thema dreht sich um die Zeit wo ich heimgekommen bin. Anfangs war alles wieder aufregend. Heimzukommen bedeutet seine gewohnte Umgebung wieder zu haben, eine Sicherheit spüren – wenn diese vorher schon da war. Aber nach dem ich Heim gekommen bin, stellte sich heraus, dass einige Veränderungen schon längst auf mich gewartet hatten. Anfangs wusste ich es nicht, aber ich merkte schnell, dass die Menschen, die mir früher nahe standen sich sehr verändert hatten. Oder war ich diejenige, die sich so sehr verändert hatte? Sie haben natürlich ihr Leben weiter gelebt und sich auch weiter entwickelt – genauso wie ich. Ansichten, die damals gleich waren sind auf einmal meilenweit auseinander geraten. Nichts tragisches aber man verliert somit irgendwie den Anschluss. Es kommt einem so vor als ob man in einem Paralleluniversum sitzt und die eigenen Freunde einen nicht mehr verstehen. Als ob man eine fremde Sprach spricht und die Freunde nur da sitzen und nichts davon verstehen was du zu vermitteln versuchst. Die die sich wirklich mit einem auseinandersetzen, haben Verständnis und bringen dieses auch auf. Andere wiederum verschwinden wie die Geister der Zeit, die es nie gegeben hat. Ist also sowas ähnliches wie mit den Zügen. Leute steigen ein und bereichern dich in jeder Hinsicht. Andere wiederum steigen aus – so ist das Leben.

Ich fühlte mich trotz dieser Heimatgefühles nicht mehr zu Hause wie früher. Ich war eine Fremde. Zwar versuchte ich mit allen Mitteln wieder dazu zugehören, vor allem mit meiner neuen Art, aber es funktionierte einfach nicht. Und das ist auch gut so. Ich habe mich einfach weiterentwickelt und hatte in meinen Leben mittlerweile andere Interessen und Prioritäten. Durch diesen “Verlust” kapselte ich mich aber auch ein wenig ab und verlor die Lust an Sachen die mir durch das Reisen eigentlich wichtig geworden sind. Dazu gehörte Yoga, die Interaktion mit anderen, die Freiheit zu Reisen, seine eigenen Entscheidungen zu treffen und und und. Auf gut deutsch ich verlor ein wenig die Kontrolle über mein Leben und hatte meine erlangte Freiheit wieder aufgegeben. Nichts interessierte mich mehr, weil ich einfach mit meinem Fernweh zu der besten Zeit meines Lebens immer wieder zurückkehrte. Jeder Gedanke drehte sich darum. “Wieso bin ich nur so früh Heim gekommen?” oder “Wieso dachte ich es wäre Zeit gewesen Heim zukommen?”. “Wieso dachte ich es wäre das Beste?”

Beim Reisen hatte ich meinen eigenen Kopf, mein eigenes Timing, die Abenteuerlust, die mich jeden Tag aufs neue packte und einfach die Freiheit, die ich mir jeden Tag hier in Deutschland so oft gewünscht hatte. Da waren Probleme einfach keine Probleme sondern kleine Päckchen, die ans hinterste Eck verbannt wurden weil sie momentan einfach keinen Platz im Kopf fanden. Auf gut deutsch – Eierschaukeln ist da angesagt. Man interessiert sich nicht was war oder was sein könnte, sondern man konzentriert sich einfach auf das hier und jetzt beim Reisen. Das ist das Attraktive an der ganzen Sache. Man kann tun und lassen was man will. Mein Fazit also war: Ich wollte einfach nur wieder zurück. Nach und nach verstand ich aber, dass solche Gedanken mich nicht weiterbringen. Denn ich trat die ganze Zeit auf der Stelle und bewegte mich nicht wirklich in die richtige Richtung. Was ich aber begriff, war die Tatsche, dass ich mein Leben wieder selbst in die Hand nehmen musste und nicht das Andere mich wieder irgendwo reinpressen in ihre Schema. So nahm ich mir eine Auszeit von Instagram. Erfüllte mir meinen Traum vom eigenen Hund und konzentrierte mich auf meine Ziele, die ich erreichen wollte. Ziele, die sich aber trotzdem spontan immer wieder ändern konnten. Ich muss mich nicht der Gesellschaft anpassen nur um ihr zu gefallen – ich muss einfach nur meinen eigenen Weg gehen. Trotzdem ist aller Anfang schwer und insgesamt hab ich jetzt fast sechs Monate gebraucht um aus dieser “Depression” rauszukommen.

Jetzt die große Frage: “Was hat mich letztendlich gerettet?” –  Einfach Antwort: “ICH selbst war das!”

Ich hatte es satt mich selbst zu bemitleiden und wollte meinen eigenen Weg gehen, egal wie dieser kommen mag. Heimkommen ist nicht immer leicht und viele vor mir waren sicherlich auch schon in der Situation, aber aufgeben sollte nie eine Option sein. Es braucht definitiv Zeit, aber dennoch gibt es dann einen Moment wo man sich selbst aufraffen muss um etwas zu verändern auch wenn es nur ein kleiner Schritt ist.

Etwas was ich in der letzten Zeit gelernt habe ist man immer selbst zu sein und einfach zu bleiben so wie man ist. Du bist genau so gut wie du bist. Und genau das werden die Menschen in deiner Umgebung an dir irgendwann zu schätzen wissen.

Oder wie eins Jemand auf meinen Reise gesagt hat: Christine, never give a damn shit about some random people who don’t deserve your attention. You’re a smart and talented girl, who travels the world alone on her own. You’re a fucking superhero of your own. So be happy. Be who you want to be and never give up. Never forget your dreams and don’t lose sight of your goals. Be the crazy chick you want to be. 

Er hatte Recht.

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