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Ich will euch hier sicherlich nichts vorspielen oder vorgaukeln, denn es war nicht nur eine lange sondern auch eine harte Reise zu mir selber. Mittlerweile kommt es öfters vor, dass viele mich darauf ansprechen wie ich eigentlich so glücklich und zufrieden mit mir selbst geworden bin. Ich kann euch nur meine Erfahrungen erzählen die mir da geholfen haben. Den Weg müsst ihr alleine gehen, denn es gibt kein 5 Punkte System was man abarbeiten kann, da jeder in einer anderen Situation steckt oder anders mit den Dingen umgeht.

Viele, die mich schon länger auf Instagram oder auf meinen Blog verfolgen wissen, dass ich als Fitnessbloggerin / Fitnessinfluencerin angefangen habe. Mittlerweile bin ich davon meilenweit entfernt wieder so jemand zu werden. Ich jagte einen Traum hinterher, der mich eher kaputt als glücklich gemacht hat. Natürlich ist nicht jeder Gang zum Fitnessstudio schlecht oder jeder Sixpack. Dennoch will ich nicht mehr zu dieser Person von früher werden. Ich bewundere alle, die diesen Weg gehen und wenn es für diese Menschen der richtige Weg ist, dann sei es so. Für mich war er es nicht. 24/7 im Fitnessstudio zu sein hat mich nicht erfüllt. Ich habe mich jeden Tag abgehetzt es ins Fitnessstudio zu schaffen, vorzukochen weil ich immer hungrig war, mich jeden Tag wie eine Bekloppte auf die Waage gestellt, weil es von mir verlangt wurde. So viel wurde verlangt und am Schluss wurden trotzdem Sätze einen an den Kopf geworfen, man gebe trotzdem nicht 100% oder mehr. Wisst ihr in dieser Zeit dachte ich wirklich, die Anderen hätten mehr Erfahrung was gut für mich ist. Es war falsch. Falsch zu denken, das andere genauso gutmütig, großherzig wie ich sind und es auch so mit mir meinen. Viele tuen es nämlich nicht und die Erfahrung ging leider bei mir nach hinten los. Die meisten hatten nur Geld im Kopf aber nicht die eigentliche Betreuung des Individuellen. Diese Erfahrung hat mich geprägt und ab dem Zeitpunkt kam das Umdenken und auch die Umorientierung wirklich das zu machen was ICH gerne möchte.

Also machte ich das was ich für Richtige hielt.

Also machte ich das was ich gerne möchte und ging nach Neuseeland. Aus vier Monaten Neuseeland wurden 9 Monate und noch fünf andere Länder. Jedes Land hat mich stärker gemacht und mir mehr und mehr gezeigt was wichtig im Leben ist. Die richtigen Einschnitte erlebte ich aber in Neuseeland, Thailand sowie in Bali. In Neuseeland lernte ich das jeder Mensch gleich ist und ob man da Instagrammer oder ein Fitnessmodel ist interessiert da drüber die Anderen herzlich wenig. Da waren wir alle gleich und in der selben Situation. In Thailand sowie Bali wurde ich noch eines besseren belehrt. Die Leute da haben nicht viel aber dennoch entscheiden sie Tag für Tag glücklich damit zu sein was sie haben. Sie lächeln viel mehr als wir Deutschen bzw. Europäer und sie sehen das Leben da definitiv viel besser. Auch ein Punkt in Thailand war, dass es an der Zeit war in ein Meditation- / Schweigekloster zu gehen um mich selber mehr zu verstehen und vielleicht auch wirklich mich selber zu finden. Mein wahres ICH, dass was ich so lange gesucht habe. Ich war schon immer ein gutmütiger, humorvoller, hilfsbereiter, abenteuerlustiger . . . Mensch, nur durch die ganzen verschiedenen alltäglichen Einflüsse denen wir tag täglich ausgesetzt sind, gingen diese im wahrsten Sinne des Wortes flöten. Es war also eigentlich alles da, aber ich musste durch so eine Reise das erst wieder finden. Eigentlich schrecklich oder?

Da muss man ans andere Ende der Welt reisen um zu sehen wer man eigentlich selber ist und wie man sein Leben eigentlich wirklich leben möchte.

Nun war ich also in Thailand in diesem Kloster und bestritt die sieben Tage des Meditaionsretreats. Sieben Tage mit seinen Gedanken eingesperrt zu sein kann schon an einen Nagen und es ist eine andere Geschichte die ihr gerne HIER nachlesen könnt. Nach diesen Tagen merkte ich wirklich, wie viel wert ich mir selber eigentlich war. Was für Fehler ich gemacht habe und wie ich selber glücklicher sein könnte, wenn ich einigen Ballast abwerfen würde. Ich trennte mich noch mehr von Freunden, die mir nicht gut taten, da sie es nie gut mit mir meinten oder mich in irgendeiner Weise unterstützten oder mir was zurückgaben. Ich stand zu diesen Entscheidungen, auch wenn es anderen nicht gefiel oder ich sie vor den Kopf stoßen würde. Ich fing ab diesen Zeitpunkt an neu zu leben. Wenn mir etwas nicht passte sagte ich einfach NEIN und war nicht mehr so gutmütig wie früher. Ich zerriss mich selber nicht mehr für andere, die mich nicht mal zu schätzen wussten oder nur meine Gutmütigkeit ausnutzen. Ich stellte meine Person an erster Stelle und sagte das auch direkt. Jetzt denken sich einige sicherlich ich wäre mit so einer Aussage arrogant. Aber soll ich euch was sagen? Man ist nicht arrogant oder eingebildet nur weil man sich selber mehr Schätzt. Ein gesundes Maß an “Arroganz” und “Selbstbewusstsein” hat noch nie jemanden geschadet. So habe ich mich auch selber mehr lieben gelernt. In all diesen Monaten, in denen ich auf Reisen war, war ich nicht mit diesem Konsumverhalten und Gesellschaftsgerede um meinen Körper konfrontiert. Ich lernte jeden Gramm an mir zu lieben, jede Macke machte mich auch in einer gewissen Hinsicht stärker und auch attraktiver für andere. Man spürt nämlich sehr deutlich, wenn Menschen mit sich selber unzufrieden sind. Wir strahlen diese “Unsicherheit” aus und am Schluss fragen wir uns wieso andere Menschen uns nicht lieben konnten.

Gute Frage oder? Wieso sollten andere Menschen uns lieben wenn wir es nicht mal selbst können?

Wir haben einfach verlernt glücklich mit den Sachen und mit den Menschen um uns herum zu sein. Uns wurde von Generation zu Generation vor allem in Deutschland (in den meisten Ländern wo ich war, ist das nämlich nicht so!!!) eingetrichtert wir müssten immer besser sein als die anderen um wohin zu kommen.

Sprich schneller höher und immer weiter. 

Habt ihr euch aber schon mal selber gefragt und euch eigentlich auch selber damit konfrontiert, was euch eigentlich unglücklich oder sogar glücklich machen würde? Ich wette jetzt mal auf die Antwort NEIN! Wieso ich das weiß? Weil ich auch so war und mich nie gefragt habe was ich will sondern habe mich unbewusst von anderen wo hingelenkt lassen. Ein absoluter Fehler. Wenn euch selber an euch was stört, schreibt alles auf und ändert es. Wollt ihr glücklicher sein? Dann schreibt euere Ziele auf. Schreibt auf was ihr erreichen möchtet und wie ihr euch euer Leben für die nächsten Jahre vorstellt. Und dann konfrontiert euch mit dem Geschriebenen. Es hilft euch ungemein es Schwarz auf Weiß vor euerem Auge zu haben.

Aber das wichtigste an diesem Prozess ist auch die Vergebung. Vergebung derer die uns nie unterstützt haben, die uns böses wollten und die immer noch versuchen irgendwie unser Leben zu beeinflussen. Wisst ihr, sie haben es nie anders gelernt und die meistens langweilen sich auch mit ihrem Leben weil sie unzufrieden sind. Deswegen gibt es auch so viel Neid unter uns, weil viele neidisch auf andere sind die sich ändern oder selber etwas auf die Reihe bekommen. Ihr glaubt mir gar nie wie oft über mich geredet wurde im Fitnessstudio oder ich beobachtet wurde weil ich mich ja lächerlich machen würde mit dem ganzen Instagram oder sonst was. Schlussendlich machen sie es mittlerweile genauso. Jedem das Seine nicht wahr? Aber sowas sollte einfach zum Denken anregen.

 

Seid glücklich mit dem was ihr habt und wie ihr seid. So seid ihr einzigartig und auch perfekt auf euere Weise. Kein anderer Mensch hat die Macht über euch, euere Stimmung oder etwas in euerm Leben kaputt zu machen. Sie können es versuchen aber am Ende seid ihr es, die dafür kämpfen sollten jeden Tag neu aufzustehen um glücklich zu sein und so zu sein wie Ihr sein wollt.

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