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Man denkt gar nicht wie schnell das Jahr eigentlich vorbeigeht, aber hier sitz ich nun, zwei Monate habe ich mittlerweile im Norden Neuseelands verbracht und für mich startet im nächsten Jahr meine Reise in den Süden der Insel. Genau an solchen besonderen Tagen, zweifelt man ein wenig an sich selbst. Hab ich das richtige getan? Wäre es nicht besser zu Hause? Und und und – Man liegt Nachts in seinem Auto, hört vielleicht ein Lied und schwups bekommt man Heimweh nach den Liebsten. Dieses Gefühl wird aber wieder durch den Durst nach was Neuen ersetzt. Wir sind alle anfangs ein wenig naiv unserer Reise. Wir stellen uns es ziemlich einfach vor – irgendwo in einem fremden Land mit dem eigenen Auto zu reisen. Aber leider ist es nicht immer so, denn es gehört viel mehr dazu. Planung, Organisation, Stress und vor allem das reale Leben. Natürlich gibt es die Abende am Auto oder am Strand mit einem Bier mit vielen Leuten, aber halt nicht so häufig wie ich oder viele anfangs gedacht haben. Es gibt halt auch diese Momente, wo man alleine in seinem Campervan sitzt und alles hinterfragt. Es fallen auch mal die ein oder andere Träne, dennoch lohnt sich alles am Ende. Die guten Zeiten machen wiederum die schlechten Zeiten weg und das Wichtigste ist, wir wachsen an uns selber. Wir erleben eine Freiheit, die wir zu Hause nicht mal annähernd hatten. Es gibt halt diese Kämpfe, die wir mit uns selber austragen müssen aber genau diese werdet ihr nie vergessen. Wir müssen nicht auf alles eine Antwort haben und es ist definitiv okay mal nicht so stark zu sein. Am Ende unserer Reise werden alle Orte einen Teil unserer Ichs ausmachen. Dieser Teil wird einige Perspektiven in unserem Leben aufs Ganze verändern – wir werden uns selber mehr und mehr verstehen. Einen Tag mal alleine zu Erleben wird nicht mehr so schrecklich klingen oder sein wie am Anfang dieser Reise. Wir lernen die Ruhe und vor allem diese Freiheit sehr zu schätzen.

Auch ein Punkt meiner Anfangszeit hier war, dass ich wirklich dachte Instagram, Bloggen & Fitness wären so mein Ding und ich könnte es hier weiter so durchziehen wie die 2 Jahre zuvor . Mittlerweile hat sich mein komplettes Weltbild verschoben. Ich scrolle durch mein Instagramfeed und frage mich wirklich was mit einigen Accounts passiert ist, denen ich früher gerne gefolgt bin. Überall sieht man nur perfekte Bilder, perfekte Tagesabläufe und vor allem die ganzen Rabattcodes. Alles wird ins perfekte Bild gerückt, aber nie wird wirklich über die ganzen Fehltritte hinter der Kulisse geredet. Soviel Zeit, die in ein perfektes Bild rein investiert wird. Genau in dieser verloren Zeit, hätten wir so vieles sinnvolles machen können. Wem macht den das Bloggen auf Instagram dann noch Spaß? Ich sag – nur wenigen. Ich muss mich selber da mit einschließen, da ich früher immer dachte ich müsste immer die perfekten Bilder posten, im perfekten Licht, sowie die besten Fitnessfeeds abliefern und mich mit anderen messen. Für mich ist das ein Stop hier – ich will mich weiterentwickeln und mein eigenes Ding machen. Mehr ich sein.

Und diesmal habe ich genau diese eine Chance in meinem Leben – Meine Reise, die ich auf die bestmögliche Weise nutzen sollte. Ich werde mich hier sicherlich noch mehr verändern oder auf einer der anderen Ländern, die ich noch bereisen werde. Ich weiß jetzt was ich erreichen kann und möchte und lasse mich nicht mehr von Außen beeinflussen. Ich bleibe mir treu und werde über meine Gefühle und Erfahrungen sprechen – so wie ich es für richtig halte und auch die Lust dazu habe.

Das wichtigste wird sein – sich selbst zu finden.

Was glaubst du? Bist du du? 

 


Wellington 31122016

 

 

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