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Endlich war es so weit. Ich würde Boyce Avenue, die ich damals durch Zufall bei YouTube entdeckte und 2012 in München live gesehen hatte, das erste Mal nach 5 Jahren wieder sehen. Damals war es in München mein erstes Konzert und ich fühlte mich wie ein kleines Kind zu Weihnachten. Konzerte, sind etwas magisches – findet ihr nicht auch?

Diesmal sollte das Konzert nicht in München stattfinden sondern im schönen Oberhausen. Plan A war es, eine gute Freundin in Köln zu besuchen und mit ihr einige Tage zu verbringen – dazu alles mit einem Konzert ausklingen lassen. Ich war also einfach in so freudiger Erwartung auf dieses Wochenende mit meinen Besuch einer sehr guten Freundin in Köln zu besuchen, dass ich mitten in Frankfurt auf der Autobahn merkte, dass gewisse Konzertkarten immer noch auf meiner Pinnwand hingen. Ab da beginn das ganze Schlamassel eigentlich. Panisch wurde mit dem Handy überall angerufen was mit meinen Tickets in Verbindungen stehen konnte. Ticketverkaufstellen, Online Shop, Konzerthalle und und und. Alle waren nicht zu erreichen. Blöder Samstag einfach. Kann nicht irgendjemand am Samstag erreichbar sein? – ging mir mehr als des Öfteren durch den Kopf. Natürlich war ich selbst für diesen Fauxpas verantwortlich und dementsprechend ärgerte ich mich über mich und meine Vergesslichkeit die nächsten 200km.

In Köln angekommen verstrichen die Tage mit meiner Freundin einfach zu schnell. Zeit ist bekanntlich wirklich eine Sache, die wir mehr gebrauchen könnten, vor allem wenn es die Zeit mit geliebten Menschen ist. Als sie von meinen Fauxpas hörte, die zweite Konzertkarte war nämlich für sie bestimmt wurde kein Trübsal geblasen oder sich in Mitleidgesuhlt. Nein, wir gingen unsere ganzen Möglichkeiten durch und falls eine Kopie der Karten (Gott, sei Scanner, Email und Eltern gedankt!) an diesen Abend nicht ausreichen würde, hätten wir einen Plan B.

Plan B würde einem Kinoabend mit gutem Essen und einer singenden Autofahrt – einen Konzertabend auch gute Konkurrenz machen. Aber eigentlich wäre es ja egal gewesen wie dieser Plan B ausschauen würde. Die Menschen mit denen wir uns umgeben, lassen Momente zu etwas besonderen werden.

Der Abend mit dem Konzert rückte also näher und wir fuhren mit einem mulmigen Gefühl aber trotzdem mit guter Laune nach Oberhausen. Wer nicht weiß wie er seine Laune steigern soll, ich sag nur i tell you what i want what i really really want … (Oldies are Goldies!)

An der Konzerthalle angekommen fiel gleich schon die unschlagbar lange Menschenschlange vorm Eingang ins Auge. Puuuh, dachten wir uns beide im selben Moment. -3° draußen und noch 30 Minuten zum “offiziellen” Einlass und wir würden nicht nur wegen den Tickets nicht reinkommen sondern eher noch an Unterkühlung sterben. Blitzidee war dann erstmal bei der Security vorweg die Ausdrucke der Konzertkarten absegnen zu lassen. In dem Moment fängt man sprichwörtlich an Gebete nach oben zu senden, dass alles klappt. Nach einer kleinen Diskussion Vorweisungen von Rechnungen und Ausdrucken durften wir dann doch ins Konzert. Pures Erleichterungsgefühl. Innerliche freute ich mich wie ein Kind, dass schreien im Kreis lief.

Kennt ihr das Gefühl wenn ihr in eine Konzerthalle eintretet und ihr seid mehr als in freudiger Erwartung die Konzertatmosphäre in euch aufzunehmen? Mir geht es immer wieder so. Es ist ein berauschendes Gefühl wenn ihr den langsam steigenden Trubel zur Bühne seht wo Soundchecks ausprobiert werden und dann wenn die Vorband anfängt zu singen eine pure Erleichterung den Körper durchfährt. Was das aber diese Gefühl noch toppt,ist die Spannung, wenn die eigentliche Band für die ihr so weit gefahren seid endlich auf der Bühne steht. Der Adrenalinkick setzt ein. Man fängt an mitzusingen, spürt jeden Bass und jeden Beat im Körper. Alle bekannten Lieder werden mit einer solchen Euphorie mitgesungen, Handylampen als digitales Feuerzeug verwendet und man genießt nur den Moment. Man saugt förmlich diese Atmosphäre ein.

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